Mittwoch, 22. Juli 2015

Die unbewussten Helfer - Buchrezension

Die unbewussten Helfer lernen wir in Andrea Jolanders Buch "Denken Sie jetzt nichts" kennen. Wir erfahren sehr viel darüber was unser Unbewusstes für eine wichtige Arbeit in unserem Leben leistet, wie es entsteht und ob wir uns in unseren Entscheidungsfindungen immer darauf verlassen können.






Die Autorin, die als Psychotherapeutin arbeitet erklärt mit vielen anschaulichen Beispielen in einer wunderbar alltagsnahen Sprache was in unserer Entwicklung so passiert mit uns und wie wir einen vielleicht nicht so glücklichen Start in der Kindheit verarbeiten und was uns zu dem werden lässt was wir sind. Sie gibt uns Einblick wie unser Bindungsverhalten entsteht und geprägt wird und was das für Auswirkungen auf unser Leben hat.Was alles abgespeichert wird und unsere Entscheidungen wahrscheinlich ganz unbewusst beeinflusst.

Die lebendige Erzählweise die uns dieses Wissen, zusammengetragen in vielen Studien, vermittelt gefällt mir sehr gut. Ich habe beim Lesen wieder etwas mehr über mich selbst gelernt und wurde in vielem was ich schon über mich wusste bestätigt.

Besonders gut gefällt mir der Abschnitt in dem dem Leser ganz konkrete Tipps gegeben werden postitiv unterstützend auf andere, auf die wir vielleicht manchmal nur in kurzen Augenblicken oder aber auch als langjährige Begleiter in schwierigen Situationen treffen, zu wirken.

Ich finde dieses Buch sollte von allen gelesen werden, die sich mit sich selbst, ihrer Vergangenheit oder auch mit Personen in ihrem Umkreis beschäftigen, die gern wissen möchten warum sie sich  in manchen Situationen auf bestimmte Weise verhalten. Sie finden interessante und verblüffende Einblicke in unser spannenstes Organ: unser Gehirn.
Mir hat es großes Vergnügen bereitet in diese dem Bewusstsein oft verborgene Welt einzutauchen.

Viel Spaß beim Lesen!

Michelle

Dienstag, 21. Juli 2015

Häkelfreunde

kann man ja nie genug haben, besonders wenn sie so süß sind.

Auf der Suche nach einem süßen Häkelschwein habe ich die Anleitungen von Schneckenkind Raphaelo entdeckt und jetzt bin ich wann immer es geht am Häkeln, um ein süßes Tierchen nach dem anderen entstehen zu lassen.

Darf ich vorstellen?

Frieda Ferkel

Frieda hat uns leider schon wieder verlassen und ist zur kleinen Emily in die USA gereist.

Dafür sind dann ganz schnell Horst Maulwurf und sein Freund Rüdiger Regenwurm eingezogen.


Und damit die beiden auch gleich jemanden zum Spielen haben kam Matti der Bär noch dazu.



Unter seiner schicken Latzhose mit den nachtleuchtenden Ankerknöpfen trägt er einen süßen
Schwimmanzug.


Schwimmen ist bei uns nämlich gerade die liebste Freizeitbeschäftigung - außer Häkeln natürlich.

Mal schauen was die anderen heute beim Creadienstag, Dienstagsdinge und beim kiddikram zeigen. Die kleinen Freunde schicke ich auch noch zu Häkelliebe , HäkelLine und zu ALP (Amigurumi Link Party).

Hier wird weiter fleißig gehäkelt.

LG, Michelle


Samstag, 11. Juli 2015

Ein schöner Taschenbaumler



Ein Geschenk für eine der Lehrerinnen zum Abschied.
Gehäkelt nach der Anleitung von " Be pretty by Beate"

Jetzt beginnen Ferien und Urlaub und ich kann ganz viel lesen und häkeln.

Ein schönes Wochenende euch noch!

Michelle

Mittwoch, 1. Juli 2015

Revolution in Berlin

In der Reha habe ich das Lesen für mich wieder entdeckt und ganz viele Bücher eines meiner Lieblingsautoren gelesen. Eins möchte ich euch heute vorstellen:




Berlin Feuerland ist ein historischer Roman der uns nach Berlin führt und zwar in das Jahr 1848. Die Bedingungen sind denkbar schlecht für die arbeitende Klasse, die in den Randbezirken wie dem Feuerland ein hartes und karges Leben führen müssen.

So auch Hannes, der von mehr träumt, als sich durch schwere Fabrikarbeit, kaputt zu schuften, der den Blick für die kleinen Besonderheiten des Lebens noch nicht verloren hat und der sich in Alice verliebt. Ein Mädchen dass im Schloss wohnt, ein Mädchen aus einer anderen Welt.

Militär und Aufständische treffen am Schloss aufeinander und aus den Blickwinkel der jeweils ganz unterschiedlich beteiligten Personen erleben wir dieses historische Ereignis mit.

Hat Hannes Liebe zu Alice eine Chance oder wird sie unerreichbar für ihn bleiben?

Der Autor Titus Müller führt die Leser wunderbar ein in das Leben der Bevölkerung Berlins um 1848, dass so unterschiedlich sein kann. Er zeichnet die historischen Figuren mit ihren Stärken und Schwächen, dass man als Leser völlig eintaucht in die Geschichte und mit fiebert und bangt als beschrieben wird wie die ersten Schüsse fallen.

Es gelingt ihm die vielen überlieferten Gespräche und Aufzeichnungen zu einer Geschichte zusammen zu führen die berührt und deutsche Geschichte spannend erleben lässt.

Gut gefallen hat mir wie Titus Müller die Charaktere hier zeichnet. Es gibt kein schwarz oder weiß, nur gut oder nur schlecht. In jeder Figur spiegelt sich ihre unterschiedliche Lebenserfahrung und ihre charakteristischen Stärken und Schwächen, so dass sie interessant wird und bleibt und man mit großem Interesse verfolgt wie es weitergeht.

Auch sprachlich hat mich der Roman sehr angesprochen. es gibt fast in jedem Kapitel einen Satz, der mir besonders an Herz gewachsen ist, der in mir nachklingt und mich nachdenken lässt.

Neben der Liebesgeschichte wird noch viel mehr erzählt. Man erhält Einblicke in die politischen Abläufe und Entscheidungen dieser Zeit und trifft einige interessante und auch berühmte Zeitgenossen, wie z.B. Alexander von Humboldt.

Ein überaus lesenswerter Roman der einen packt und berührt.